Erste Stunde Mathe, zweite Stunde Deutsch, dritte Stunde Geschichte: Vieles in der Schule ist Routine. Und Routine muss ab und zu durchbrochen werden. Etwa, indem der starre Stundenplan unterbrochen und der Lernort verlegt wird. Vom Klassenzimmer ins Museum, ins Science Center oder auf den Bauernhof. So unterschiedlich diese Einrichtungen auch sein mögen, eines eint sie: Sie alle sind außerschulische Lernorte. Orte also, an denen außerhalb der Schule, aber unter ihrer Beteiligung gelernt wird. Außerschulische Lernorte sind über ganz Deutschland verteilt. Theater, Museen oder Zoos bieten spezielle Programme für die Schulen. Rund 300 Schülerlabore an Universitäten, in Science Centern, Museen und der Industrie laden zum Forschen und Experimentieren ein. Und an zirka 80 ganz besonderen Lernorten können Kinder bundesweit erleben, wo ihr Essen herkommt: auf Bauernhöfen, die in der Arbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof zusammengeschlossen sind. Lernen außerhalb der Schule ist eigentlich nichts Neues. Lehrer und Schüler besuchten auch früher schon Orte und Ereignisse außerhalb des Schulgeländes. Neu ist aber die professionelle Verknüpfung des außerschulischen Lernens mit den Inhalten der Lehrpläne. Genau da setzen die außerschulischen Lernorte mittlerweile an, unterstützt werden sie dabei von den einzelnen Bundesländern. So verfügt beispielsweise Niedersachsen inzwischen allein im Themenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung über rund 40 anerkannte außerschulische Lernorte, die pädagogisch betreut und beraten werden.
Didacta vom 14.2. bis 18.2.2012 in Hannover.
Mehr Informationen: http://www.didacta-hannover.de
